Reisebericht: Ausflugstipps in Hurghada

Unsere Trainee Alexandra war im Rahmen ihres Praxiseinsatzes 3 Monate bei Meeting Point in Hurghada und begleitete einige Ausflüge vor Ort. Das ehemalige Fischerdorf Hurghada ist heutzutage ein beliebter Urlaubsort an der Westküste des Roten Meeres und bietet sowohl sportlich Aktiven als auch Erholung Suchenden ideale Voraussetzungen. Hurghada hat ca. 160.000 Einwohner und erstreckt sich von El Gouna im Norden…

Fotowalk: Europaviertel in Stuttgart

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Ich hatte mir schon vor einer Weile vorgenommen, Sonntagmorgens mal in die U-Bahn zu steigen und im Stuttgarter Europaviertel die Architektur zu fotografieren. Architekturfotografie steht bei mir selten auf dem Programm, aber um das Auge auf Formen und Muster zu trainieren, ist das eine gute Übung, dachte ich mir. Heute früh hab ich’s endlich geschafft. Bei der Hitze ist gerade eh’ nicht viel mit Schlaf. Also fuhr ich bis zur Stadtbibliothek und bin dann über die Moskauer Straße und den Pariser Platz zurück in Richtung Hauptbahnhof.

Das kam dabei heraus…

  • Ausrüstung: Panasonic 12-35mm f2.8 an Olympus OM-D E-M10
  • Panasonic 35-100mm f2.8 an Olympus OM-D E-M1
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Lightroom CC “Dunst entfernen”/Dehaze

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Mit dem letzten Lightroom CC Update hat Adobe seinen Cloud-Abo-Kunden einen neuen Regler spendiert: “Dunst entfernen” heißt er, bzw. “Dehaze” in der englischen Variante. Ich habe den Kerl mal auf ein paar Natur- und Landschaftsaufnahmen geworfen, um zu schauen, was der so kann. Und das ist teilweise schon erstaunlich.

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Wie der Name schon sagt, soll der Filter “Dunst” im Foto entfernen, d.h. Bildteile, die im Nebel absaufen wiederherstellen und so für mehr Details und Tiefe sorgen.

Wie man oben im Foto von der Dubai-Skyline vom Burj Khalifa aus schön sehen kann, funktioniert das tatsächlich recht gut. Im Original ist die Luft durch den ganzen Sand recht trübe und und der Himmel und entfernte Details wirken flau. Den Dunst-entfernen-Regel raufgezogen und schon sieht das ganze deutlich plastischer aus.

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Adobe empfiehlt in den Release Notes für CC 2015.1 zunächst “grundlegende Änderungen” am Bild durchzuführen, wie Weißabgleich, Kontrast und Belichtung, und danach Dehaze zu verwenden. Da sich der Dunst-entfernen-Regler aber recht stark auf das Gesamtbild auswirkt, habe ich bisher bessere Erfahrungen damit gemacht, diesen relativ früh auszupegeln und zu schauen, ob ich ihn einsetze und wenn ja wie stark, um dann mit Kontrast und Belichtung gegenzusteuern. Oder auch auch mal mit einem Verlaufsfilter, wenn der Effekt nicht überall gleich stark benötigt wird.

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Es lohnt sich übrigens, den Regler auch dann mal raufzuziehen, wenn das Bild relativ frei von Dunst und Nebel ist. Der Filter wirkt sich oftmals sehr effektiv auf Wolken aus und verleiht dem Himmel eine Zeichnung, die man sonst nur mit deutlich mehr Regler-Kung-Fu in Lightroom hinbekommen würde.

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Eine schöne neue Funktion also, bei der Lightroom 6 Nutzer aktuell leider in Röhre schauen. Die Funktion ist  nur für CC-Kunden verfügbar.

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Antelope Canyon – Fotos und Tipps zum Fotografieren

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Der Antelope Canyon – was für ein beeindruckendes Naturphänomen. Auf unserem USA-Trip 2010 (hier mein Reisebericht) haben wir einen Nachmittag im Lower Antelope Canyon verbringen können. Was hab’ ich geflucht, als ich anschließend versuchte, meine EOS 450D vom Staub zu befreien, und bei dem Geräusch, das mein Sigma 17-70mm beim Bewegen des Tubus machte. Aber hey, wenn ich die Kamera im Rucksack gelassen hätte, hätte ich mich noch viel länger geärgert. Die 450D ist inzwischen längst Geschichte (wie sämtliches Canon Equipment), aber die Fotos sind geblieben. Und da ich gerade den Arm in Gips habe und damit eh nicht viel schaffen kann, hab’ ich die alten Canyon-Bilder noch einmal ‘rausgekramt und durch meinen aktuellen Lightroom-Workflow gezogen (Antelope Canyon, digitally remastered, quasi) und bei der Gelegenheit noch ein paar Tipps zum Fotografieren im Antelope Canyon zusammengeschrieben.

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Tipps für das Fotografieren im Antelope Canyon

Vormontieren: Objektiv im Canyon wechseln kann man vergessen. Von oben rieselt überall feiner roter Sand und auch in der Luft ist noch genug davon vorhanden um jedes Kamerainnenleben dauerhaft zu versauen. Also auf jeden Fall das Objektiv der Wahl vor dem Abstieg in den Canyon anbringen.

Die richtige Brennweite: Hier kommt’s jetzt natürlich auf den Stil an, aber würde ich noch ein Mal dort fotografieren, hätte ich mehr Weitwinkel an Bord. Die auf 35mm umgerechneten 27mm des Sigma 17-70mm an der 450D waren zu lang. Ich hatte Schwierigkeiten, den Boden mit aufs Foto zu bekommen und bin somit mehr in die Details gegangen. Durch die engen Gänge kann man meist nicht wirklich weit nach hinten ausweichen. Heute würde ich an einer Micro Four Thirds Kamera ein Lumix G 12-35mm f2.8 oder m.zuiko 12-40mm f2.8 mitnehmen, evtl. auch ein Ultraweitwinkel wie das m.zuiko 9-18mm oder das Lumix G 7-14mm einsetzen.

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Staub vorbeugen: Meine EOS sah nach dem Canyonbesuch aus wie Sau und auf der Mattscheibe des Suchers waren bis zuletzt Überbleibsel zu sehen. Besser also, man bedient die Kamera durch einen Plastikbeutel oder ähnliches und schneidet für das Objektiv ein Loch aus. Reinigungspinsel und Blasebalg sollte man für die spätere Reinigung parat haben. Aber auch zwischendurch lässt sich Staub auf dem Linse mit dem Blasebalg schonend entfernen.

Genug Licht: je nach Sonneneinstrahlung kann es im Canyon schon mal recht dunkel werden, daher sollte man für genug Licht sorgen. Also entweder durch Stativ, oder, wenn das die Reisegruppe verbietet, ein lichtstarkes Objektiv oder in den höheren ISO-Bereich der Kamera vordringen (oder eine Kombination davon).

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Hohe Tiefenschärfe: trotz allem Wahn um rasiermesserscharfe Schärfenbereiche, empfiehlt es sich, im Canyon abzublenden, um alle Details und Strukturen der  Sandsteinformationen vom Vorher- bis in den Hintergrund scharf abzubilden.

Hier mal meine Ausbeute von einem regulären, geführten Trip mit einer Touri-Gruppe:

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Panasonic Leica Nocticron 42.5 f1.2 Test und Praxisbericht

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Das Nocticron das ist das derzeit einzige Autofokus-Objektiv für Micro Four Thirds mit einer maximalen Blende von f1.2. Bei den kleineren MFT-Sensoren kommen bei der Verwendung großer Blenden zwei Vorteile ganz Besonders zum Tragen: zum einen kann man sich höhere ISO-Sphären öfter mal sparen und somit rauschärmere Ergebnisse erzielen und zum anderen erlaubt eine ordentliche Offenblende größeres Freistellungspotential. Das macht das Nocticron somit insbesondere für das Arbeiten unter schlechten Lichtverhältnissen und die People-Fotografie interessant.

Wie nach meinem kleinen Lauf mit dem Nocticron durch die Stuttgarter Innenstadt angekündigt, hier nun mit etwas Verspätung der ausführlichere Testbericht zu diesem Schmuckstück.

Verarbeitung

Das Nocticron ist top verarbeitet. Da wackelt nix – alles wie aus einem Guss. Der Fokusring ist angenehm gedämpft und läuft butterweich. Der Blendenring rastet satt an jeder Stufe ein. Ein kühler, schwerer Brocken dunklen Metalls. Lediglich die Lasergravuren heben sich Leica-like farblich auf dem Tubus ab. Im Bauch beherbgergt das Nocticron 14 Linsen in 11 Gruppen. Neun Blendenlamellen sollen für ein ansehnliches Bokeh sorgen. Das Nocticron ist mit Panasonics Power O.I.S. Bildstabilisator ausgestattet, der sich am Gehäuse ebenso wie der Autofokus per Schalter außer Gefecht setzen lässt.

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A propos „außer Gefecht“: besagter Blendenring ist an Olympus-Kameras aktuell ohne Funktion. Vielleicht lässt sich das firmwareseitig durch Olympus anpassen, wobei ich mir da eher wenig Hoffnung mache.

Das 42.5 bringt mit Streulichtblende (neben einem Objektivbeutel im Lieferumfang enthalten) ungefähr ein halbes Kilo auf die Waage. Da fühlt es sich an MFT-Kameras mit etwas substantiellerem Griff deutlich wohler. An meiner E-M10 sieht das Ganze schon etwas unproportional aus. An der E-M1 macht das Objektiv eine ausbalanciertere Figur.

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In der Praxis

Das 42.5mm ist an meinen OM-Ds flott unterwegs, kann aber den Top-Performern unter den MFT-Linsen nicht ganz das Wasser reichen. Das deutlich günstigere Olympus 45mm f.1.8 (hier meine Meinung) fokussiert beispielsweise schneller und leiser. Muss allerdings – das sei fairerweise erwähnt – auch deutlich weniger Glas bewegen.

42.5mm und f1.2 bei Micro Four Thirds entspricht in 35mm-Sprech dem Bildwinkel eines klassischen 85mm-Objektiv mit dem Freistellungspotential von etwa Blende f2.4. Da können bei Portraitaufnahmen schon mal Wimpern anstelle der Iris scharf sein. Hier verlasse ich mich gerne auf die Gesichtserkennung der OM-Ds, die auf das linke, rechte oder nähere Auge fokussiert und dabei erstaunlich treffsicher ist.

Wie man hier schön sieht, lässt sich bei Close-Ups mit offener Blende schon eine sehr geringe Schärfentiefe erzeugen, insbesondere, wenn man die Sensorgröße bedenkt. Ich bin mir sicher, hier würde so manch einer, ohne die EXIFs zu kennen, auf andere Kamerasysteme tippen..

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f1.2, ISO400, 1/60 Sek.

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f1.2, ISO1600, 1/40 Sek.

Aber auch in anderen Disziplinen macht das Nocticron eine gute Figur. Es gilt allerdings einen minimalen Arbeitsabstand von gut einem halben Meter einzuhalten.

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Ein Kritikpunkt könnte sein, dass die Zerstreuungskreise bei Offenblende nicht kreisrund sondern Katzenaugen-förmig sind, was ich persönlich nicht als störend empfinde und man auch bei anderen Lichtriesen findet. Der Übergang vom scharfen in den unscharfen Bildbereich ist dahingegen angenehm ruhig und verleiht dem Bild eine Plastizität, die ich mit anderen MFT-Objektiven in der Form nicht hinbekomme. Insbesondere s/w-Konvertierungen bestechen mit dem Nocticron.

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Fazit

Die Bilder, die das Nocticron fabriziert haben das gewisse Etwas. In anderen Reviews wird teilweise von „3D-Pop“ gesprochen und irgendwie scheinen die mit dem Nocti gemachten Fotos tatsächlich plastischer zu sein.

Das Nocticron ist schon bei Offenblende so scharf, dass Abblenden eigentlich unnötig ist, es sei denn, man gerät an die minimale Belichtungszeit der Kamera. Bei f1.2 und gutem Wetter ist man schnell bei 1/4000s und kürzer angekommen. Von daher ist ein leichter 67mm-Graufilter keine schlechte Zusatzinvestition.

Die Freistellungsmaschine für MFT ist zwar immer noch das Olympus 75mm (hier meine Meinung), dessen Arbeitsbereich aufgrund der langen Brennweite allerdings eingeschränkter ist. Mit dem 42.5 ist man da flexibler.

Der Preis ist natürlich eine deutliche Ansage. Das Pendent von Fuji, das Fujinon 56mm f1.2, kostet ca. 2/3 des Nocticron. Bei Canon legt man für ein 85mm f1.2 bzw. ein 85mm f1.4 bei Nikon ähnlich viele Euros wie für das Nocti auf den Tisch. Ein Nocticron anzuschaffen, ist keine Vernunftsentscheidung. Für den Preis bekommt man 5x das m.zuiko 45mm f.8, das ein unschlagbares Preis-/Leistungsverhältnis besitzt und in jedes MFT-Kit gehört. Aber es ist eben kein Nocticron und der Look der Bilder ist einfach ein anderer. Zudem bringt das Oly eine volle Blendenstufe weniger Licht auf den Sensor.

Wenn Panasonic doch nur auf den O.I.S. im Objektiv und den manuellen Blendenring verzichtet hätte. Funktionen, die Oly-User unnötigerweise teuer mitbezahlen. Vielleicht wäre das Nocticron dann in eine etwas angenehmere Preisregion gerutscht und dabei sogar noch etwas leichter und kompakter geworden. Als Panasonic-User mag man das natürlich anders sehen.

Aktuell jedenfalls spielt das Nocticron in einer eigenen Liga im MFT-Lager. Und das will schon etwas heißen, bei den Perlen, die das System inzwischen zu bieten hat. Insbesondere, was die Festbrennweiten angeht.

Man munkelt ja schon, dass Olympus in Kürze seine ersten Ultra-Fast-Objektive ankündigen wird. Aktuell bekommt man bei Olympus an nativen MFT-Linsen jedoch nichts Schnelleres als f1.8.

Zusammengefasst..

PRO:

  • Fantastische Abbildungsleistung
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Sehr angenehmer Übergang von Schärfe zu Unschärfe, weiches und ruhiges Bokeh
  • Sehr hohe Schärfe schon bei Offenblende bis in die Ecken
  • Streulichtblende aus Metall und Transportbeutel im Lieferumfang

CONTRA:

  • UVP aus meiner Sicht 200-300 EUR zu hoch
  • Blendenring an Olympus-Kameras ohne Funktion
  • Nicht wetterfest
  • Zerstreuungskreise außerhalb der Bildmitte bei Offenblende katzenaugenformig

Ich will hier nicht verschweigen, dass ich das Nocticron ein Mal tauschen ließ, da das erste Exemplar beim Fokussieren auffällig laut war und eine Art Schleifgeräusch auftrat (mit dem Scharfstellen gab es zwar keine Probleme aber es klang irgendwie ungesund). Das Austauschobjektiv ist nun deutlich leiser und – bilde ich mir ein – auch etwas schneller.

In meinem Post zum Fotowalk durch die Stuttgarter Innenstadt gibt’s noch einige weitere Beispielbilder.

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Welche Olympus OM-D? Vergleich und Kaufberatung von E-M5, E-M10 und E-M1

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Weil ich ja seit einer Weile mit den OM-Ds von Olympus fotografiere, werde ich öfter mal gefragt, welches der aktuellen Modelle ich empfehlen würde und wo welche Kamera denn so ihre Vor- und Nachteile hat. Daher hier mal eine kleiner Vergleich mit Kaufberatung und Erfahrungsberichten aus erster Hand. Ich habe inzwischen sowohl mit der ersten OM-D, der E-M5, als auch mit der ihr nachgefolgten E-M1, dem aktuellen Olympus-Flaggschiff, sowie dem jüngsten Sprössling, der E-M10, fotografiert und gebe hier mal meinen Senf dazu.

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Olympus OM-D E-M5 – Alte Dame und Wegbereiterin

olympus_om-d_vergleich_012Als 2012 mit der E-M5 die OM-D-Reihe ins Leben gerufen wurde, ist Olympus ein großer Wurf gelungen. Zigfach ausgezeichnet, mehrfach zur Kamera des Jahres gekürt. Die kleine Spiegellose war in aller Munde und über Monate hinweg kaum zu bekommen. So hoch war die Nachfrage und so lang die Vorbestellerliste.

Den Micro-Four-Thirds-Standard (MFT) gab es schon eine Weile und auch einige Modelle, wie die PEN-Serie von Oylmpus oder die  viel gerühmte GF1 von Panasonic. Die Bildqualität blieb bis dahin aber sichtbar hinter der von APS-C-Kameras mit ihren größeren Sensoren zurück. Von Vollformatlern ganz zu schweigen.

Mit dem von Sony hergestellten Live-MOS-Sensor in der E-M5 änderte sich dies und MFT wurde plötzlich zur ernstzumehmenden Alternative: deutlich kompaktere Kameras und Objektive verhieß weniger Kilos zu schleppen ohne dabei wie bisher auf die entsprechende Bildqualität verzichten zu müssen. In Tests und Foren ließ man die E-M5 plötzlich gegen APS-C- und sogar Vollformat-Kameras in recht sinnfreien Pixelpeeping-Wettbewerben antreten. Aber das zeigt nur mehr die Euphorie die seinerzeit herrschte. Tatsache war immerhin, das Rauschverhalten und der Dynamikumfang spielte in einer anderen Liga als es bei den bisherigen MFT-Modellen der Fall war und die Bildqualtät brauchte den Vergleich mit Kameras deutlich größerer Sensor-Kategorien nicht scheuen.

Doch nicht nur die Sensor-Performance verhalf der E-M5 zu ihrem Erfolg. Olympus spendierte der kleinen E-M5 ein wetterfestes Gehäuse aus einer Mangesium-Legierung, volle manuelle Kontrolle, Doppel-Einstellrädchen, Dauerfeuer mit bis zu 9 Bilder/Sekunde und warb mit dem weltweit schnellsten Autofokussystem. Nicht zu vergessen: der 5-Axen-Bildstabilisator, der dafür sorgt, dass bei schlechten Lichtverhältnissen scharfe Bilder entstehen ohne in MFT-untaugliche höhere ISO-Bereiche vordringen zu müssen. Außerdem war der eingebaute elektronische Sucher als solcher tatsächlich zu gebrauchen, mit allen Vorteilen, die ein EVF so bringt. Alles in allem also ein Gesamtpaket, das auch zahlreiche professionelle Fotografen in Richtung MFT bewegte. Das war auch die Zeit, als ich meine Canon DSLR verkaufte und in das MFT-Lager wechselte.

Fassen wir also mal zusammen, was die E-M5 so erfolgreich machte:

  • Live-MOS-Sensor der neusten Generation (weniger Rauschen, besserer Dynamikumfang)
  • Schnelles Autofokussystem, bis zu 9 Bilder/Sekunde
  • Wetterfestes Mangesium-Gehäuse
  • 5-Achsen-Bildstabilisator
  • vielfältige manuelle Konfigurationsmöglichkeiten
  • hochaufgelöster, eingebauter elektronischer Sucher

Aber trotz der vielen Gold-Awards war nicht alles Edelmetall. Dies waren die Kritikpunkte an der E-M5:

  • verbesserungswürdiges Handling (Handgriff wenig ausgeformt, Tasten nicht optimal erreichbar)
  • sehr langsames Fokussieren mit Four-Thirds-Objektiven
  • wenig brauchbares Fokus-Tracking
  • Video-Modus nicht zeitgemäß (wenig Modi und nur 1080i)

Olympus OM-D E-M1 – Four-Thirds-Erbin und „Professionelle“

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2013 hat Olympus die OM-D-Reihe dann um die E-M1 als Flaggschiff erweitert. Die Kamera wurde gezielt auf professionelle Ansprüche hin ausgerichtet, was sich auch im Service widerspiegelt: Mit der Kamera erhält der Käufer den sogenannten Service Plus. Dieser beinhaltet:

  • Eigene Hotline für E-M1-Besitzer
  • Abholservice
  • Reparatur innerhalb von drei Werktagen
  • 6 Monate Zusatzgarantie (Olympus gibt in Europa zwei Jahre Garantie, so dass man hier auf zweieinhalb Jahre kommt)

Die E-M1 wirkt auf Fotos deutlich wuchtiger als die E-M5. Wenn man die beiden mal nebeneinander stellt, ist der Unterschied allerdings weniger dramatisch. Insbesondere, wenn man der E-M5 die horizontale Hälfte des optionalen, zweigeteilten Batteriegriffs (HLD-6) anzieht. Die paar Millimeter mehr in Breite und Höhe bringen der E-M1 jedoch deutliche Pluspunkte in der Bedienbarkeit ein. Sie liegt wunderbar in der Hand, auch ohne zusätzlichen Griff und scheint noch einmal besser als die schon hochwertige E-M5 verarbeitet zu sein. Das Bedienkonzept hat sich im Vergleich zur E-M5 etwas verändert. Zusätzliche Funktionstasten und Wahlschalter ermöglichen eine noch genauere Konfiguration durch den Benutzer. Aber was hat sich unter der Haube im Vergleich getan?

Unterschiede zur E-M5:

  • Verbesserte Handhabung durch ausgeformten Griff
  • Kein Low-Pass-Filter mehr für etwas höhere Detailschärfe
  • Deutlich größerer und höher aufgelöster elektronischer Sucher
  • Etwas höhere Serienbildrate
  • Fokus Peaking
  • Neben Staub und Wasser nun auch geschützt gegen Frost bis -10°C
  • Phasenautofokus bei der Verwendung von Four-Thirds-Objektiven (dadurch deutlich schnelleres Fokussieren möglich)
  • Verbesserter Tracking-Autofokus durch die Verwendung des Phasenautofokus (auch bei MFT-Objektiven)
  • Anschlüsse für externes Mikrofon und für Blitzsynchronisation
  • Kürzeste Verschlusszeit von 1/8000s (vs. 1/4000s)
  • Integration von WiFi
  • 81 Fokusfelder (vs. 35 bei der E-M5)
  • Der elektronische Sucher passt die Helligkeit an das Umgebungslicht an

Die Unterschiede in der Bildqualität zur E-M5 sind – wenn überhaupt vorhanden – nur marginal und wenn man normal mit seinen Fotos umgeht, selten auszumachen. So macht sich in der Praxis eher das bessere Handling bemerkbar. Die E-M1 ist einfach freier konfigurierbar, liegt besser in der Hand und der größere Sucher ist eine Wucht. WiFi ist nett, verwende ich aber selten. Ein oft unterschätztes Feature ist auch die kürzeste Verschlusszeit von 1/8000 Sekunde. Mit der E-M5 ist bei 1/4000 Feierabend. Und wer das für MFT verfügbare schnelle Glas (wie die m.zuiko 45mm & 75mm f1.8 oder gar ein Nocticron mit f1.2) bei Tageslicht offen verwenden will, um bspw. das Freistellungspotential maximal auszuschöpfen, der kann bei 1/8000s den Graufilter einmal länger in der Tasche lassen. Die höhere Anzahl an Fokusfeldern ist in der Praxis ebenfalls sehr nützlich. An der E-M1 fokussieren nun auch die “alten” Four-Thirds-Objektive anständig schnell, so dass auch E-5-Besitzer ohne allzu große Schmerzen umsteigen können.

Olympus OM-D E-M10 – Die Kleine, ganz groß

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Jüngster Spross in der OM-D-Familie ist die E-M10, die in 2014 auf den Markt kam. Olympus positioniert die E-M10 noch unterhalb der E-M5, und so muss die E-M10 ohne ein paar der Features der großen Schwester auskommen:

  • kein wetterfestes Gehäuse
  • „nur“ 3-Achsen-Stabilisator
  • kein Zubehör-Anschluss
  • kein optionaler Batteriegriff, jedoch Grifferweiterung für besseren Halt
  • Speicherkartenfach nicht mehr separat sondern im Akkufach an der Kameraunterseite

In einigen Punkten ist die Kleine E-M10 der gut zwei Jahre älteren E-M5, jedoch voraus:

  • höher auflösender Bildschirm (1.04 MP vs. 0,614 MP, allerdings kein OLED mehr)
  • besitzt als einzige OM-D einen eingebauten Blitz (bei den anderen Modellen wird ein Aufsteckblitz mitgeliefert)
  • verbesserter Videomodus
  • WiFi
  • TruePic VII Prozesser (aus der E-M1)
  • LiveComposite-Modus
  • 81 Fokusfelder
  • Der elektronische Sucher passt die Helligkeit an das Umgebungslicht an

Im Wesentlichen ist die E-M10 also eine E-M5 im nicht wetterfesten Gehäuse, dafür mit verbessertem Bildschirm, WiFi und schnellerem Prozessor. Und dabei dabei sogar günstiger. Das Gehäuse macht dafür einen für die Preisklasse zwar sehr gut verarbeiteten im Vergleich zu E-M5 aber etwas weniger wertigen Eindruckt.

Etwas nervig ist, dass die E-M10 nicht den Akku der anderen OM-Ds aufnehmen kann (BLN-1) sondern den Akku der PEN-Serie aufnimmt (BLS-5).

Wer auf das wetterfeste Gehäuse verzichten kann und mit dem Handling klarkommt, für den sollte es wenig Grund geben, noch eine E-M5 zum regulären Preis zu kaufen. Bei einem guten Gebrauchtangebot mag das etwas anderes sein aber vor dem Hintergrund, dass im Februar 2015 die E-M5 II erwartet wird, sollte man sich das gut überlegen, zumal die Gebrauchtangebote dann auch noch eimal im Preis fallen werden.

Zusammengefasst

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Ich hab’s ja schon gesagt, in Sachen Bildqualität schenken sich die Drei Modelle nicht wirklich viel. Unter bestimmten Lichtverhältnissen wird man hier und da sicherleich leichte Unterschiede feststellen können, aber ob das in der Praxis so oft eine nennenswerte Rolle spielt, bezweifle ich. Alle drei können sich bis ISO1600 sehen lassen, ab ISO3200 geht’s dann bergab. Die Unterschiede findet man dann eher in Ausstattungsmerkmalen wie WiFi, einem größeren Sucher, schnellerem Bildprozessor oder besserem Handling. Hier kommt’s konkret auf die Bedürfnisse und nicht zuletzt auch auf den Geldbeutel an. Ich nutze inzwischen eine E-M1 und eine E-M10. Das Handling der E-M1 ist schon eine Ecke angenehmer, daher kommt sie zum Einsatz, wenn’s drauf ankommt. Die E-M10 dient mir als Backup und wenn’s mal sehr kompakt sein muss. Von den Einstellmöglichkeiten her lassen sich alle drei sehr stark konfigurieren. Die Olympus-Menuführung ist bei allen Modellen weitestgehend identisch (also überall der gleiche Dschungel).

Das also aus meiner Sicht die Punkte, die die Modelle der OM-D Reihe voneinander unterscheiden. Die OM-D E-M5 II soll ja bereits im Februar kommen, mit Sensor-Shift-Technologie für Aufnahmen mit bis zu 40MP und anderen Spielereien. Und ich bin mir sicher, für die anderen Modelle, wird auch schon fleißig an den Nachfolgern gearbeitet. So aber mal die Momentaufnahme. Ich hoffe, das macht dem einen oder anderen die Entscheidung etwas leichter.

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Schietwetter auf Sylt – dokumentiert mit dem iPhone 6

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Eine Woche Sylt, eine Woche Dauerregen. Selbst Schuld, wer Ende Oktober an die Nordsee fährt. Viel mit fotografieren war nicht, da vom ersten Abend mal abgesehen der Himmel fast permanent ein strukturloses Grau war. Alles etwas trist. So blieben die beiden Olys weitgehend in der Fototasche. Stattdessen hab ich hin und wieder mal das iPhone 6 rangelassen, um zu schauen, wie gut die Panoramas inzwischen so werden und was das Dingen bei eher miesen Lichtverhältnissen so kann.

Fazit: die Panoramas sind generell schon ne feine Sache und insgesamt leistet die kleine Smartphone-Kamera, für das was sie ist, schon Erstaunliches. Leider werden Details schon bei etwas höheren ISO-Zahlen doch schnell matschig. Ist eben immer noch ein kleiner Futzelsensor. Somit sind auch die Reserven, um an den Bildern im Nachgang in LR oder PS noch etwas herumschrauben zu können, eher gering.

Hier mal die Schietwetter-Ausbeute, inklusive Post Processing in LR…

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Eibsee in Grainau

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Die oberbayrische Gemeinde Grainau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen bietet durch ihre Lage am Fuße der Zugspitze im Wettersteingebirge eine beeindruckende Kulisse und mit dem nahegelegenen Eibsee einen netten Fotostopp. Das Wetter hat leider nicht so recht mitgespielt und so haben wir den 7,2km langen Seerundgang nicht ganz trocken überstanden. Ein paar Fotos sind trotzdem bei rausgefallen..

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Auf dem Rückweg nach Stuttgart haben wir im Hotel Post in Lermoos Mittag gegessen. Hier hat man einen hervorragende Aussicht auf die Zugspitze.

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Apple iPhone 6 Testbericht

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Jeden Herbst geht das Spiel von vorn los: das noch nicht ein Jahr alte iPhone wird wieder zum “Vorgängermodell” degradiert. Denn schon steht der Nachfolger in den Startlöchern: noch flacher, schneller, besser.

Ich bin ja auch einer der Bekloppten, die in den letzten Jahren kaum eine Gerätegeneration ausgelassen haben. Wenigstens treibt einem der  Wiederverkaufswert der älteren Geräte nicht ganz so schlimm die Tränen in die Augen wie bei vergleichbar alten Android-Geräten.

So bin ich auch dieses Mal wieder ganz früh am Start. Obwohl ich mir nach dem Early-Adopter-Debakel mit dem iPhone 5 und 5S Anderes vorgenommen hatte. Seit gut einer Woche trage ich nun jedenfalls das iPhone 6 mit mir herum. Hier mein kleiner Review und Gedanken zur neuen Inkarnation des vermeintlich besten Smartphones der Welt.

Bigger is better

iphone6_review_002Auffälligstes Merkmal der neuen iPhones ist natürlich, dass sie gewachsen sind. Das war’s dann für die 4″-Generation. Apple gibt der Nachfrage nach größeren Displays nach und spendiert dem iPhone 6 eine Bildschirmdiagonale von 4.7 Zoll. Dabei ist es jedoch flacher als der Vorgänger und die abgerundeten Kanten bzw. der fließende Übergang des Displayglases in das Unibody-Gehäuse trägt zu einem insgesamt sehr leichtgewichtigen Eindruck bei. Seitliche Wischgesten bekommen hierdurch eine ganz andere Qualität. Ein Effekt, der mit dem Anlegen einer Schutzhülle oder Schutzfolie gnadenlos zu Nichte gemacht wird. Auf Letztere verzichte ich inzwischen vollständig. Das iPhone 6 ist das für Schutzfolien am wenigsten geeignete iPhone aller Zeiten. Etwas Kantiges auf etwas Rundes kleben sieht einfach unglaublich kacke aus und fühlt sich auch so an.iphone6_review_003“Nackig” ist das iPhone 6 ein Handschmeichler. An meinem Exemplar kann ich verarbeitungstechnisch endlich mal nichts aussetzen. Es knarzt nix, die  Hintergrundbeleuchtung ist uniform, kein Gelbstich sichtbar, keine Kratzer oder Dellen ab Werk. Alles gut. Die Tasten haben einen satten Druckpunkt. Lediglich der des Homebuttons ist etwas “flach”. Da gefiel mir der tiefere Druckpunkt beim 5s etwas besser. Aber daran gewöhn ich mich.

Retina HD

Ebenfalls gewöhn ich mich an die neue Größe. Und zwar erstaunlich schnell. Ich kann das 6er einhändig noch gut bedienen. Um auf die obersten Pixel drücken zu können, muss ich den Daumen schon etwas recken, habe dabei aber nicht das Gefühl, das iPhone irgendwie unsicher in der Hand zu halten. Wenn ich jetzt das 5er in die Hand nehme, kommt mir das Display geradezu winzig vor.iphone6_review_005A propos Display: das darf sich jetzt “Retina HD” nennen. Und ich frage mich, wen die zwei zusätzlichen Buchstaben in Zeiten von 4K und UHD wohl noch beeindrucken sollen. Aber: das Display ist definitiv besser. Die Farben sind satter, die Kontraste und Schwarzwerte höher. Und alles beeindruckend blickwinkelstabil. Die Lesbarkeit bei Sonnenlicht ist ebenfalls verbessert worden. Der Unterschied wird erst so richtig deutlich, wenn man nach ein paar Tagen mit dem iPhone 6 mal wieder zum 5er greift. Für die höhere Auflösung noch nicht optimierite Apps können zum Teil noch etwas käsig aussehen.

Foto und Video

Die Kamera im iPhone 6 hat noch immer vergleichsweise magere 8 Megapixel im Gepäck. Hier sollte man sich allerdings nicht blenden lassen: möglichst viele Pixel auf einen ziemlich kleinen Sensor zu quetschen, macht ein Smartphone nicht gerade zu einem tauglichen Fotoapparat. Und man muss es Apple zu Gute halten, dass man dort auf diesen Zug nicht aufspringt.

Erste Tests der Foto- und Video-Qualitäten des iPhone 6 und 6 Plus haben bereits gezeigt, dass es die Mehr-Megapixel-Konkurrenz nicht fürchten braucht. Im Gegenteil: bei DxOMark landen iPhone 6 und 6 Plus auf den vordersten Plätzen und lassen Galaxy, Experia, Lumia & Co. hinter sich.

4K-Video gibt’s zwar nicht. Dafür ordentliche 1080p-Qualität mit 60 Bildern/Sekunde. Die Zeitlupen-Funktion wurde von 120 auf 240 Bilder/Sekunde aufgebohrt. Leider nur in 720p. Kann sich aber sehen lassen, wie diese Videos zeigen.iphone6_review_009Hilfreich ist auch, dass die Kamera nun mit Phasenfokus arbeitet und dabei spürbar schneller scharf stellt. Das ganze Paket war dann wohl zuviel für das dünne Gehäuse und so steht die Optik des iPhone 6 (und 6 Plus) leicht hervor. Heißt auch, dass das iPhone mit der Rückseite auf dem Tisch liegend etwas wackelt. Mich persönlich stört’s nicht besonders. Ein Schönheitsfehler, der womöglich im iPhone 6S bereits korrigiert wird.

Und sonst so…

Zur Geschwindigkeit des A8 im Vergleich zum A7 kann ich ehrlich gesagt nicht viel sagen. Der A7 im 5S war in allen Lebenslagen ausreichend schnell und ich wüsste aktuell auch nicht, wo ich im iPhone 6 das Plus an Leistung benötigen würde. Für den täglichen Gebrauch macht es aktuell einfach keinen Unterschied. Für die Luft nach oben werd ich mit der Zeit vielleicht dankbar sein, derzeit spür ich davon allerdings nichts.iphone6_review_008Die Akkulaufzeit hat sich sich im Vergleich zum 5er etwas verbessert. Kein Quantensprung aber immerhin. Abends hab ich in der Regel noch 15-20% mehr Saft im Akku als es beim 5er der Fall gewesen wäre. Sehr angenehm in iOS 8 auch die Möglichkeit, nachsehen zu können, welche Apps die Akkufresser sind.

iPhone 6 oder 6 Plus…?

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Während letztes Jahr das 5s offensichtlich noch als Premium-Variante und das 5c als “Einstiegs”-iPhone galt, begegnen sich die beiden 6er-iPhones von der Produktpositionierung her auf Augenhöhe.

Was hat das 6 Plus dem normalen 6er also voraus? – Im Wesentlichen drei Dinge…

Größeres Display, viel mehr Auflösung

Das 6 Plus, mit seinen fünfeinhalb Zoll ist ein ganz schöner Brocken. Die Auflösung ist so hoch wie bei meinem 24″ iMac. Das muss man sich erstmal durch den Kopf gehen lassen. DisplayMate hat die Displays des 6 und 6 Plus als aktuell beste LCD-Smartphone-Display getestet.

Optischer Bildstabilisator

Hierfür war im normalen 6er wohl kein Platz mehr: beim 6 Plus wobbelt die Optik mit dem Grobmotoriker mit und gleicht Verwackelungen aus. Dadurch sind schärfere Aufnahmen bei schlechteren Lichtverhältnissen bzw. mit weniger Bildrauschen möglich.

Angepasstes UI

Apple passt die hauseigenen Apps für das 6 Plus an. So wird bspw. im Querformat hier und da noch mal eine Seitenleiste eingeblendet oder zusätzliche Tasten auf dem Keyboard angezeigt. Grundsätzlich steht es den Entwicklern frei, dies auch für das normale 6er zu tun. Apple beschränkt dies jedoch auf das 6 Plus.

Wer die Wahl hat…

Für mich war die Entscheidung, zum iPhone 6 zu greifen, eine Einfache. Ich schleppe mein iPhone primär in der der Hosentasche mit mir herum, fummel es mit einer Hand heraus und bediene es unterwegs auch viel auf diese Art: einhändig nämlich. Beides Dinge, von denen ich mich beim 6 Plus hätte verabschieden können, denn in der Hosentasche hätt’s einfach merkwürdig ausgesehen und “Reachability” hin oder her, mit meinen eher kleinen Griffeln hätte ich jedes Mal Angst haben müssen, dass mir das Ding aus den verkrampften Fingern rutscht. Also kam’s für mich einfach nicht in Frage. Wenn’s mal mehr Bildschirmdiagonale sein soll und ich beide Hände frei habe, greife ich zum iPad mini.

Case-Tipp

Wie oben schon beschrieben: auf eine Folie verzichte ich inzwischen. Ein Case benutze ich trotzdem und zwar aktuell dieses hier, mit dem ich recht zufrieden bin. Außerdem hab ich mir noch einen Sleeve von Adore June bestellt, den ich bereits für das 5s genutzt hatte und mit dem ich auch sehr zufrieden war.

Fazit

Für mich ist das iPhone 6 in der Historie der iPhones der größte Sprung seit dem Wechsel vom 3GS aufs iPhone 4. Im übertragenen, wie im wortwörtlichen Sinne. Ein sehr geschmeidiges, perfekt verarbeitetes Gerät, dass trotz der Größe wenig aufträgt und gut in der Hand liegt. Das Display ist eine Wucht, die Kamera für ein Smartphone absolut Schnappschusstauglich, die Videofunktion sogar sehr ordentlich.iphone6_review_004Der Preis ist natürlich eine Ansage. Aber wer sein Alteisen bei eBay noch gut los wird, muss nicht ganz so tief in die Tasche greifen. Ich hätte mir gewünscht, dass Apple anstelle der 32GB-Variante die 16er in die ewigen Jagdgründe befördert und das 32er zum gleichen Preis anbietet. Die 16 GB waren zuletzt bei mir regelmäßig belegt, ohne, dass ich großartig Videos, Musik oder Fotos auf dem Gerät hatte. Over-the-Air-Updates, für die man ein paar freie Gigabyte Speicher benötigt, waren schon längst nicht mehr machbar. Aber derartige Wünsche erfüllt einem Apple leider nicht.

Ansonsten kann ich mich allerdings wirklich nicht beklagen. Der Langzeittest wird zeigen, ob sich der gute Ersteindruck dauerhaft bestätigt.

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